Bürgermeisterbericht April 2026

Meldung aus Großenwiehe
Bürgermeister Keno Jaspers (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Bürgermeister Keno Jaspers

Liebe Großenwieherinnen und Großenwieher,


seit dem letzten Bericht im HGV-Blatt ist wieder viel passiert hier in unserer schönen Gemeinde. Stück für Stück lösen wir – von kleineren Projekten bis zu etwas anspruchsvolleren Aufgaben – alles, was dazu führt, unsere Gemeinde auf Vordermann zu bringen.

 

Um euch ein wenig zu informieren, was alles so passiert, kommen hiermit einige der Projekte, an denen wir arbeiten:

Grünpflege und Außenanlagen

Langsam aber sicher kommen wir aus den Wintermonaten heraus. Das ist für unsere Bauhofmitarbeiter wieder die Zeit, die Grünpflege zu beginnen, unsere Außenanlagen aufzufrischen und das Gemeindegebiet wieder hübsch zu machen.

 

In den letzten Wochen haben unsere Mitarbeiter u. a. viele Außenbänke im Gemeindegebiet aufgefrischt. Es wurden marode Konstruktionen ausgetauscht, es wurde gestrichen und hier und da sind neue selbstgebaute Sitzbänke aufgestellt worden. Es wurde intensive Grünpflege betrieben und an vielen Stellen – auch mit Hilfe von Ulrich Hinz, unserem lokalen Baumpfleger – wurde Totholz entfernt und fällfähige Bäume entnommen. Hecken wurden beschnitten und Flächen für die kommende Sommersaison vorbereitet.

 

Darüber hinaus sind Straßenschilder erneuert, Sandspielplätze aufgefüllt worden und seit Kurzem haben wir begonnen, unsere Holzbushaltehäuschen mit einem neuen Wetterschutzanstrich zu versehen.

Spielplätze und Grünannahmestelle

Vor einigen Wochen war der Spielplatz-TÜV wieder vor Ort. Alle 12 Spielplätze sind kontrolliert worden und die Beanstandungen sind alle zeitnah erledigt worden. Die Liste war nicht sehr lang – ein gutes Zeichen dafür, dass unsere Mitarbeiter kontinuierlich dafür sorgen, dass alles sicher ist.

 

Unsere Grünannahmestelle hat wieder geöffnet und erfreut sich gutem Zulauf. Unsere Mitarbeiter an der Grünannahmestelle haben gut zu tun und immer ein freundliches Wort für unsere Kunden.

Ortsgestaltung und Naturschutz

Im Bereich der Ortsgestaltung und des Naturschutzes sind auch einige Dinge passiert. An der Holzhütte im Ortskern haben unsere Bauhofmitarbeiter ein wetterfestes Spielbrett mit dem Spiel „4 gewinnt“ aufgebaut. Der Dorfverschönerungsverein hat diese Aktion geplant und eine lokale Windparkgesellschaft hat das Spiel finanziert. Hierfür einen riesigen Dank, denn bereits des Öfteren wurde das Spiel genutzt.

 

Die Naturschutz-AG war auch fleißig und hat im Bereich der Hundewiese Insektenhotels aufgebaut. Diese sind von den dänischen Pfadfindern gebaut worden. Darüber hinaus sind im Biotop zwischen Kastanienweg und Ringweg diverse Nistkästen für Vögel und Fledermäuse aufgehängt worden. Diese haben wir vom Kreis gesponsert bekommen. Bereits jetzt herrscht dort reges Treiben – Wohnraum scheint auch bei Vögeln ein Problem zu sein.

 

Hinter dem Gemeindehaus (Kirche), wo die Container gestanden haben, hat die Gruppe die Vorarbeiten für eine Blühwiese betrieben. Auch in diesem Bereich sind Nist- und Brutkästen aufgehängt worden.

 

Entlang des Waldes auf dem Weg zur Reithalle hat die Gruppe gemeinsam weitere Bäume gepflanzt. Alle Arbeiten werden von der Gemeinde unterstützt, aber durch die Gruppe selbst finanziert. Kürzlich hat die Gruppe vor Ort von Passanten eine Spende erhalten – vielen Dank dafür. Wer möchte, kann die Gruppe gerne auch mit Spenden unterstützen.

 

Projekte sind noch viele geplant in diesem Jahr. Zum Herbst wird die Gruppe zusammen mit dem Naturschutzverein „Obere Treenelandschaft“ eine Wiedervernässung eines Hochmoores in Großenwiehe vornehmen. Die Kosten dafür übernimmt das Land und in diesem Zuge werden wir versuchen, das umliegende Waldstück ein wenig auf Vordermann zu bringen.

 

Als Nächstes wird die Gruppe eine Fläche für eine Blühwiese am Sportplatz vorbereiten. Die Einsaat und Pflege übernimmt unsere FSJ-Kraft Hanna Fleddermann zusammen mit Kindern aus der Grundschule. Ein tolles Projekt, um den Jüngsten das Thema Biodiversität anschaulich zu machen.

Infrastruktur und Baumaßnahmen

Auch im Bereich der Infrastruktur und Baumaßnahmen ist einiges passiert. Am Sandacker haben wir die geplante Straßenentwässerung fertiggestellt. Das Regenwasser wird jetzt über eine Rohrleitung in ein Sickerbecken in das dahinterliegende Waldstück entwässert.

 

Auch im Bahnhofswinkel sind die Baumaschinen aktiv gewesen. Die Hauseigentümer haben durch Umbaumaßnahmen am Grundstück dafür gesorgt, dass keine Schottersteine vom Grundstück auf den Straßenkörper gefahren werden können und somit ein Risiko für andere Verkehrsteilnehmer bilden. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass der Straßenbelag nicht durch die harten Schottersteine beschädigt wird.

 

Unsere Hoffnung ist jetzt, dass auch die umliegenden Hausbesitzer dafür Sorge tragen, dass ihre Schottersteine nicht in den öffentlichen Raum eingetragen werden. Dies gilt im Übrigen für das ganze Gemeindegebiet, denn die öffentlichen Flächen sind sauber zu halten, um Sicherheit für andere zu gewährleisten. Als Gemeindevertretung haben wir uns vorgenommen, eine Ortsbesichtigung zu machen, um diese Bereiche festzustellen und ggf. mit den Hauseigentümern ins Gespräch zu kommen.

 

Die Arbeiten an der Dorfstraße sind noch nicht abgeschlossen und werden sukzessive weitergeführt. Hierbei sind u. a. Probleme mit der Entwässerung erkannt worden, die jetzt abgearbeitet werden.

 

Die Zufahrt zur Tennishalle hatte im Winter durch den Frost ordentlich Schaden genommen – hier haben wir die Fahrbahn wieder komplett ausgebessert. Auch in anderen Bereichen der Gemeinde hat der Winter an den Straßen seine Spuren hinterlassen. Auch diese sind und werden Stück für Stück wieder repariert.

 

Die Alte Bredstedter Straße ist vor einiger Zeit vom LBV begutachtet und vermessen worden. Bereits im letzten Jahr hatten wir eine Besichtigung mit dem Amt, dem LBV und Peter-Hartmut Bahnsen, Bauausschussvorsitzender. Wer weiß, vielleicht kommt da jetzt Bewegung rein.

 

Zurzeit finden am „Aktiv Senior“ größere Reparaturarbeiten an einer Wohnung statt, wo es zu einem Wasserschaden gekommen ist. Als Gemeinden Großenwiehe und Lindewitt haben wir uns verabredet, dass wir eine Gesamtaufnahme der Anlage vornehmen sollten. Dies ist passiert und ein Gutachter hat sich die gesamte Anlage angeschaut. Aus den Erkenntnissen werden wir gemeinsam einen Handlungsplan erstellen, um die Anlage generalzuüberholen. Unsere Mitarbeiterinnen vor Ort waren hier eine große Hilfe und zeitgleich streben wir auch eine Überarbeitung der Verträge mit der Wohnungsgesellschaft FAB an, um zukünftig „vor die Welle“ zu kommen. Darüber hatten wir vor Kurzem Besuch aus einer Nachbargemeinde aus Nordfriesland. Sie sind auf das Projekt „Aktiv Senior“ aufmerksam geworden und haben sich Ideen und Erfahrungen eingeholt, da sie ein ähnliches Projekt für ihre Gemeinde planen.

 

Am Feuerwehrgebäude treten noch immer Setzungsrisse auf. Hier haben wir jetzt beschlossen, die Ursache endgültig zu ergründen und Abhilfe zu schaffen. Die notwendigen Gutachter sind bestellt und wir erhoffen uns jetzt schnell nachhaltige Lösungsansätze. Dies sollte ja möglich sein – wir haben es ja auch geschafft, den Mond zu umkreisen.

Aktiv Senior und Feuerwehragebäude

Die Gemeindevertretung hat kürzlich beschlossen, weitere notwendige Arbeiten in der Gemeinde zu beauftragen. U. a. wird im Gewerbegebiet Schobüllhuus die Verkehrsführung mit Hilfe eines Verkehrsplaners neu überplant, um den aktuellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Darüber hinaus soll zusätzliche Straßenbeleuchtung zwischen den Glascontainern und der Brücke etabliert werden, um den Rad- und Gehweg besser auszuleuchten. Des Weiteren sollen die Arbeiten zur Erstellung eines Rad- und Gehweges am „Zum alten Bahnhof“ bis zum Ortsausgangsschild und an der Wanderuper Straße in Auftrag gegeben werden.

 

Um unsere Straßengräben und Grünflächen besser pflegen zu können, werden wir für unseren Gemeindeschlepper einen neuen Mulchkopf kaufen. Dies ist wichtig, damit auch gerade die Gräben freigehalten werden von zu starkem Bewuchs.

 

An der ehemaligen Containerfläche hinter dem Gemeindehaus werden wir die vorhandenen Fundamente stehen lassen. Hier ist der Plan, zwei Petanqueflächen zu erstellen. Im Augenblick prüfen wir gerade, ob wir für die Umsetzung Fördermittel beantragen können. Sollte das nicht klappen, müssen wir schauen, ob wir das in Eigenleistung erstellen können.

 

Der Kreis Schleswig-Flensburg hat sich final entschieden, das ehemalige Feuerwehrgebäude in Schobüll als zwischenzeitliche Rettungsstation zu nutzen. Im Augenblick wird der Umbau geplant und im Laufe des Jahres werden die Arbeiten beginnen. Unser Finanzausschuss hat für die Nutzung eine Festmiete vereinbart, mit der beide Seiten gut leben können.

 

Ziel ist es aber, die Fläche zwischen Netto und dem Gewerbegebiet zu kaufen und baureif zu machen, um hier den endgültigen Standort für die Rettungswache zu etablieren. Hiermit einen riesigen Dank an den Besitzer der Fläche und auch seinen Pächter, dass sie sich bereit erklärt haben, uns die Fläche zu verkaufen.

 

Die Kreisbehörde sowie unsere Planer sind bereits dabei, zu versuchen, die Fläche so schnell wie möglich „baureif“ zu gestalten. Hier wird ein Flächennutzungsplan nötig sein. Gerne wollen wir bis zum Sommer einen Kaufvertrag mit dem Verkäufer schließen, der beinhaltet, dass die Fläche so lange wie möglich – spätestens bis zur Baureife – weiterhin als landwirtschaftliche Fläche genutzt werden kann.

Geplante Projekte und Ausschüsse

Die verschiedenen Ausschüsse und Arbeitsgruppen sind aktuell mit vielen Fragestellungen konfrontiert. Es wird an allen Ecken und Enden gearbeitet, um notwendige Beschlüsse vorzubereiten.

 

Zurzeit beschäftigt sich speziell der Zentral- und Bildungsausschuss mit der neuen Satzung unserer OGS. Darüber hinaus sind auch die Finanzierungsverträge der DRK-Kitas und des dänischen Kindergartens auf dem Prüfstand. Dies resultiert aus gesetzlichen Veränderungen. Diese Thematik ist nicht ganz einfach, aber dank unserer Mitglieder im Zentral- und Bildungsausschuss werden wir gut ins Ziel kommen.

Finanzen und Haushalt

Der Finanzausschuss wird sich in nächster Zeit mit größeren Aufgaben beschäftigen müssen. Wie bereits erwähnt, werden neue Verträge mit Kitas und eine neue Satzung für die OGS ausgearbeitet. Dies wird Auswirkungen auf unseren Haushalt haben. Darüber hinaus sind die Kostenschätzungen für die notwendigen Rad- und Gehwege höher ausgefallen als seinerzeit prognostiziert. Darüber hinaus werden wir uns mit den notwendigen Kosten für die Renovierung des „Aktiv Senior“ auseinandersetzen müssen und verschiedene Zuschussanträge liegen auch noch auf dem Tisch.

 

Trotz der großen Herausforderungen bin ich optimistisch, dass unsere Mitglieder des Finanzausschusses gute Lösungen finden werden, die für die Gemeinde tragbar sind.

Soziales, Kultur und Jugend

Unserem Sozial-, Jugend-, Kultur- und Sportausschuss wird – wie auch in den letzten Jahren – nicht langweilig werden. Bereits jetzt sind viele Events geplant und ein großer Teil ist auch schon umgesetzt. Über das Jahr verteilt haben wir es geschafft, noch mehr tolle Angebote für unsere Gemeinde machen zu können und die Nachfrage bestätigt, wie wichtig die Arbeit dieses Ausschusses für unser Gemeinwohl ist. Die verschiedensten Angebote für alle Altersklassen kommen gut an und das motiviert unsere Mitglieder jedes Mal aufs Neue. Seid gespannt und nutzt unsere Informationskanäle, um auf dem Laufenden zu bleiben – wir werden euch informieren.

 

Unser Beratungsangebot „Jugend stärken“ ist sehr positiv gestartet. Bereits jetzt können wir mitteilen, dass Hilfesuchende nachhaltige Problemlösungen erhalten haben. Es ist schön zu sehen, wie unkompliziert den jungen Menschen geholfen wird. Also – keine Scheu: Jeder und jede kann ab und zu eine helfende Hand gebrauchen.

 

Eine große Aufgabe liegt aber noch vor uns. Leider gibt es die deutsche Pfadfindergruppe nicht mehr. Hierfür gibt es Gründe, die uns aber nicht davon abhalten, einen Neustart anzustreben. Die Pfadfinderei ist ein tolles Angebot für Kinder und die Gemeinde Nordhackstedt, die Gemeinde Medelby, die Gemeinde Großenwiehe und die Kirche werden versuchen, die Gruppe wieder auf die Beine zu bekommen. Dies ist uns ein wichtiges Anliegen und dort werden wir in näherer Zukunft verstärkt dran arbeiten.

Besonders hervorheben möchte ich auch unsere Arbeitsgruppe um den Notfallinfopunkt. Die Gruppe hat eine tolle Arbeit geleistet und wird auch weiterhin fleißig an der Umsetzung arbeiten. Das Dörpshuus ist jetzt offiziell Anlaufstelle im Notfall. Die Arbeitsgruppe hat noch eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant, um alle wichtigen Infos für die Gemeinde bereitzustellen. Dies ist ein Thema, welches für uns als Gemeinde Neuland ist, aber die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben teilweise fundierte Erfahrung und haben richtig gute Lösungen gefunden, die im Falle des Falles sicherlich hilfreich sind.

 

Seit einiger Zeit hat sich auch eine neue Gruppe gebildet. Federführend sind hier Silke Marxen und Bärbel Otto. Es ist eine „offene Handarbeitsgruppe“ gegründet worden. Der Zulauf ist überwältigend. Es werden Angebote für Kinder und Erwachsene gemacht und jeder und jede kann etwas dazu beitragen. Die verschiedenen Termine waren super besucht – wer Lust hat, kann sich bei Silke oder Bärbel melden.

 

Auch unsere Geschichtsgruppe ist extrem aktiv. Am 19.04.26 fand ein Event im Dörpshuus statt. Es ist erstaunlich, wie interessant unsere Lokalgeschichte ist. Die Mitglieder der Gruppe haben so viel zu erzählen und es gibt so viel wertvolles historisches Material aus unserer Gemeinde. „Wenn man wissen möchte, wo man hinmöchte, ist es wichtig zu wissen, woher man kommt“ und genau dieses Motto macht die Gruppe um Sigrid Petersen und Hans Andresen so interessant. Geplant ist auch noch eine große Fotoausstellung – dazu aber mehr, wenn wir so weit sind. Großenwiehe hat viel zu bieten und war schon in früheren Zeiten ein wichtiger Punkt auf der Landkarte.

 

Claudia Feddersen – auch Teil dieser Gruppe – kümmert sich rührend um das Kriegsgräberdenkmal auf dem Friedhof. Erst jüngst wurde eine Engelsstatue gekauft und im Laufe des Frühjahres soll die Fläche um das Denkmal aufgewertet werden. Eine tolle Sache und einen großen Dank an Claudia für ihren Einsatz. Leider sind diese Gedenkstellen heute aktueller denn je.

Auch der Dorfverschönerungsverein hat sich wieder richtig ins Zeug gelegt für unsere Gemeinde. Es wurden wieder neue Bänke gestiftet und aufgebaut und auch die tolle Müllsammelaktion war wieder ein riesiger Erfolg. Wir freuen uns alle auf das Maibaumfest. Einen riesigen Dank an euch, dass ihr die Gemeinde verschönert.

Aber auch – wenn wir schon bei diesem Thema sind – einen riesigen Dank an das Team von „Regines Blumen & Mehr“. Auch in diesem Jahr erblüht die Verkehrsinsel im Dorfkern wieder in voller Pracht. Einfach toll, was Farbe macht. Das zaubert gleich ein Lächeln ins Gesicht.

 

Einen weiteren Dank möchte ich an alle diejenigen aussprechen, die Spenden für die Ukrainehilfe geleistet haben. Die Spenden sind alle mit großer Freude in der Ukraine entgegengenommen worden. Auch jetzt können noch Spenden abgegeben werden. Federführend ist hier Werner Krause. Sollte jemand noch spenden wollen, sprecht uns gerne an oder sprecht direkt mit Werner.

Es ist einfach toll zu sehen, wie aktiv unsere Gemeinde doch ist. Die Lust, gemeinsam für uns alle etwas auf die Beine zu stellen, ist mehr als spürbar.

 

Das gilt auch für unseren Jugendbeirat. Für dieses Jahr haben wir wieder tolle Projekte am Start. Die Jugendlichen haben im letzten Jahr Spendengelder erhalten und werden in diesem Jahr mit den Spendengeldern tolle Dinge auf die Beine stellen. Zur Seite steht dabei natürlich das Erwachsenen-Orga-Team. Der Skaterplatz wird in diesem Jahr ein neues Gesicht erhalten und auch in der Gemeinde wird es bunter werden. Unter professioneller Aufsicht werden wir in diesem Jahr Graffitikunst an Flächen in der Gemeinde erstellen. Hier können nicht nur Jugendliche dabei sein – wer Lust hat, kann sich melden. Unser Ziel ist, angeleitet vom Orga-Team, den Jugendlichen Möglichkeiten zu geben, sich zu entfalten und gleichzeitig etwas Tolles für unsere Gemeinde zu entwickeln – denn in Großenwiehe ist Platz für alle.

 

„Für alle“ ist ein gutes Stichwort: Unser Osterfeuer, organisiert durch die Feuerwehren und die Gemeinde, war wieder einmal ein riesiger Erfolg. Die Bude war voll, Pommes und Wurst mussten nachgekauft werden und die super Stimmung wurde durch die Live-Band „Pas Brass Band“ musikalisch unterstützt. Das Wetter war auf unserer Seite und die Orga hat super geklappt. Danke an alle, die diesen Tag so toll gestaltet haben und an alle, die dabei waren.

 

Feuerwehr – das ist für viele Gemeinden und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister eine schwierige Herausforderung. Nicht so hier in unserer Gemeinde: Im Kreisgebiet können wir mit unserer Wehr angeben und das tue ich auch jedes Mal gerne. Unsere Wehr hat sich aus eigener Kraft und Motivation zusammengeschlossen zu einer gemeinsamen Gemeindewehr. Ein Prozess, der Zeit in Anspruch genommen hat, aber in Art und Weise mehr als vorbildlich gelaufen ist. Die Führungsteams unserer Wehren haben tolle Arbeit geleistet und es geschafft, eine starke, gemeinsame Truppe zusammenzuschweißen. Ich bin immer wieder stolz, wenn ich sehe, wie professionell und mit wie viel Hingabe auch die teilweise nicht so schönen Aufgaben gelöst werden. Einfach nur spitze.

Vision für die Zukunft Großenwiehes

Jetzt aber zu Themen, die Großenwiehe verändern könnten. Im Laufe der kommenden Monate werden wir diese Projekte näher vorstellen. Bereits seit geraumer Zeit erarbeiten wir als Gemeinderat eine Vision für die Zukunft Großenwiehes. Viele Einzelprojekte haben wir jetzt zu einem großen Bild zusammengefasst, denn erst so machen sie wirklich Sinn.

 

Die Gemeinde Großenwiehe hat die Kapazität, über die nächsten Jahre weiterhin kontinuierlich und nachhaltig zu wachsen. Es besteht der ständige Bedarf an Wohnraum und Gewerbeflächen. Die Gemeindevertretung sieht das Thema Wohnraum als einen wichtigen Standortfaktor für die Ansiedlung und Sicherung von Gewerbe an. Darüber hinaus ist das Thema „grüne“ und regionale Energie und Wertschöpfung ein wichtiger Aspekt. Sowohl für uns als Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde als auch für unsere Gewerbetreibenden sind Energiesicherheit und Autarkie ein ausschlaggebendes Momentum.

 

Durch die energetische Quartierslösung sind uns die Schwachpunkte im Bereich der Energieversorgung aufgezeigt worden. Die Gemeinde hat einen Kernbereich und mehrere Außenbereiche, die in die Überlegungen mit einbezogen worden sind und dadurch sind Projektideen entstanden, die eine gute Versorgung ermöglichen könnten.

 

Die angestrebten Projekte sind ganzheitlich gedacht und auf die lokalen Herausforderungen abgestimmt. Viele dieser Projekte würden in direkter Zusammenarbeit mit Investoren aus der Gemeinde umgesetzt werden, um die Wertschöpfungskette vor Ort zu belassen. Projekte, die Investoren bedürfen, die keine lokale Verbindung haben, zahlen auf das Planungskonto Energieautarkie ein.

Die verschiedenen Akteure vor Ort arbeiten untereinander zusammen und wollen gemeinsam entwickeln und wir als Gemeinde möchten hierfür die besten Rahmenbedingungen bereitstellen.

 

Kürzlich gab es einen Termin in der Kreisverwaltung in Schleswig zusammen mit der WIREG (Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig). Insgesamt haben wir ca. 40 Einzelprojekte zur Stellungnahme als ein Gesamtkonzept vorgestellt: ein bunter Blumenstrauß von Wohnprojekten, Entwicklung von Gewerbeflächen, Projekte zur Daseinsvorsorge, Naturschutzprojekte, Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, Schulneubau, Hotelneubau usw.

Die Kreisbehörde, die im Vorwege die Unterlagen erhalten hatte, war schwer begeistert von dem ganzheitlichen Gedanken zur Weiterentwicklung unserer Gemeinde und ist bereit, die Projekte nach ihrem Vermögen stark zu unterstützen, damit sie realisiert werden können. Da es sich um eine umfassende Veränderung der Flächennutzung handelt, möchte die Kreisbehörde uns aktiv bei Gesprächen mit der Landesplanung in Kiel unterstützen. Ich denke, dass wir hier alle Register ziehen müssen und unsere Landespolitiker mit ins Boot nehmen sollten, aber vielleicht auch unsere lokalen Vertreter in Berlin aktivieren.

Glücklicherweise sind viele der Investoren mit demselben Planer unterwegs, was die Zusammenführung der Projekte enorm erleichtert.

 

Ein Großteil der Projekte ist schon in der Detailplanung und weit fortgeschritten, andere sind schon im Genehmigungsprozess und wieder andere sind in der Vorplanung. Wichtig für uns ist, die Zustimmung der Landesplanung zu erhalten und hierfür werden uns sowohl das Amt Schafflund, der Kreis als auch die Planer positiv begleiten.

 

Damit sind wir einen riesigen Schritt nach vorne gegangen, aber der Weg ist noch lang. Es werden noch viele Gespräche mit Behörden und Verwaltung stattfinden müssen. Dennoch haben wir einige Vorteile auf der Hand: die vereinfachten Baugenehmigungsverfahren, den Bauturbo aber auch den Status als ländlicher Zentralort spielen zu unseren Gunsten.

 

Die Kreisbehörde hat klar definiert, dass unsere Vorstellungen sinnvoll und nachhaltig sind, aber aufgrund des umfassenden Volumens im Kreisgebiet einzigartig sind und somit eine gute Vorbereitung für die Landesplanung erforderlich ist.

Wir bohren „dicke Bretter“ und denken groß und erhoffen uns, dass die Landesplanung bereit ist, diesen Weg mit uns zu gehen. Wir werden alle notwendigen Hebel in Bewegung setzen und unser Netzwerk in Politik und Wirtschaft strapazieren.

Ihr werdet, sobald möglich, Näheres erfahren.

Zukünftige Events

Jetzt noch ein paar Hinweise für zukünftige Events:

  • Der genaue Termin bezüglich der Bürgerinformationsveranstaltung Notfallinfopunkt wird durch die AG noch bekannt gegeben (voraussichtlich im Juni).

  • Am 25.06.26 wird es erstmalig einen Unternehmerdialog geben, bei dem alle Gewerbetreibenden im Gemeindegebiet die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen, Bedarfe usw. in unsere zukünftige Planung einzubringen. Hierfür wird es eine Einladung geben. Die IHK, die Handwerkskammer und die WIREG werden Impulsvorträge zu verschiedenen aktuellen Themenbereichen geben und die Gemeinde wird ihre Zukunftspläne darstellen. Im Nachgang werden in Workshops Ideen aus der Unternehmerschaft gesammelt, um daraus einen Handlungsplan für die Gemeindevertretung zu entwickeln.

  • Am 19.09.26 findet in Großenwiehe erstmalig eine Ehrenamtsmesse statt. Zusammen mit der VDK werden wir eine moderierte Podiumsdiskussion und Impulsvorträge zum Thema Ehrenamt organisieren. Ziel ist es: Information über ehrenamtliche Bereiche und Einsatzmöglichkeiten zu liefern, Beratung zu ehrenamtlichen Bereichen zu geben, Gewinnung von interessierten Personen zu fördern, eventuell Neuorientierung für ehemalige Engagierte zu gestalten und Vernetzung der bereits Aktiven zu schaffen. Das Angebot richtet sich auch speziell an unsere Neubürgerinnen und Neubürger, um den Einstieg in die Gemeinde zu erleichtern. Gerne würden wir euch vor Ort begrüßen.

  • Es ist so weit: 100 Jahre Reit- und Fahrverein Großenwiehe. Am 30.05.26 finden hierzu verschiedene Aktivitäten statt – schaut gerne auf die Homepage des Vereins.

  • Am 30.05.26 wird das neue HLF (Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug) der Feuerwehr eingeweiht.

Abschluss

Zum Abschluss noch eine wichtige Sache: Auch in diesem Jahr haben sich junge Menschen aus unserer Gemeinde dafür entschieden, konfirmiert zu werden. Sowohl die dänische als auch die deutsche Kirche hat wieder junge Menschen zur Konfirmation. Der Gemeinderat wünscht allen Konfirmandinnen und Konfirmanden alles Gute.

 

Liebe Gemeinde, ihr seht, wir sind permanent im Arbeitsmodus. Aber nicht nur wir, alle Freiwilligen, alle, die sich für unsere Gemeinschaft einsetzen, geben den ganzen Arm.

 

Wir haben eine richtig tolle Entwicklung in der Gemeinde und es macht Spaß, mit euch an unserer Zukunft zu bauen.

Manche Dinge haben einen langen Atem, aber Politik ist ein Marathon und nur, wer durchhält, wird das Ziel erreichen.

Ich möchte mich auf diesem Weg beim Gemeinderat bedanken. Wir sind ein tolles Team, jeder bringt seinen möglichen Einsatz ins Spiel und wir orientieren uns in erster Linie an der Problemlösung. Dies machen wir gut, unabhängig von Parteizugehörigkeit, denn unser Fokus ist die gemeinsame Entwicklung unserer Gemeinde. Wir können Teamwork.

 

Danke auch an euch alle als Gemeinde: Großenwiehe ist ein tolles Dorf mit tollen Menschen.

 

Bis dahin,
Keno J. Jaspers