Bürgermeisterbericht Dezember 2025
Meldung aus GroßenwieheDas Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit für einen persönlichen Rückblick. Bürgermeister Keno Jaspers blickt auf das Jahr 2025 zurück, spricht offen über Herausforderungen, Erfolge und die vielen Menschen, die Großenwiehe gemeinsam vorangebracht haben.
Viel Freude beim Lesen.
Das Jahr 2025 neigt sich langsam dem Ende zu. Ein ereignisreiches Jahr, trotz vieler Widrigkeiten, die uns im politischen Kontext oft vor Unsicherheiten und Herausforderungen gestellt haben.
Das Jahr 2025 war in vielerlei Hinsicht herausfordernd, aber es hat auch viele positive Entwicklungen mit sich gebracht.
Es ist uns gelungen, gemeinsam gute Wege für Großenwiehe zu finden und wir haben viel bewegt.
Erst bei genauer Betrachtung wird einem klar, wie viele positive Entwicklungen wir in Großenwiehe auf den Weg gebracht haben, aber man erkennt auch, wie viel Herzblut und Zeit durch unsere Gemeinderatsmitglieder, durch die Ehrenamtler und Freiwilligen eingesetzt wurde.
Dafür möchte ich allen danken. Nur durch euren großen Einsatz ist es möglich, dass all diese Dinge überhaupt funktionieren. Durch unser gemeinsames Handeln gelingt es uns, auf kleinem Dienstweg eigenständig Angebote zu schaffen, die es sonst nicht oder nur sehr erschwert geben würde.
Ich kann es nur wieder betonen: Als Gemeinde haben wir es geschafft, einen großen Schritt zu gehen und näher zusammenzuwachsen. Es haben sich tolle Menschen gefunden, die sich für die Entwicklung unserer Gemeinde einsetzen – Menschen, denen das „Wir“ wichtig ist und die unser soziales Miteinander in den Fokus setzen.
Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn wir immer noch besser werden können, und daran arbeiten wir. Der wichtigste Aspekt einer Dorfgemeinschaft ist ein gutes Miteinander, die Bereitschaft, gemeinsam zu entwickeln, die Mitmenschen zu sehen und das Beste für unsere Gemeinschaft zu erreichen.
Die vielen tollen Arrangements, an denen wir zusammenkommen und miteinander eine gute Zeit erleben, sind der Kitt, der uns als Gemeinschaft zusammenschweißt. Unsere Dorfgemeinschaft ist wichtig, und jeder von uns ist ein Teil dieser Gemeinschaft.
Vom Kinderfest über den Naturtag, das Weihnachtsfest, die Kreativtage, das Osterfeuer, das Tannenbaumfest und vieles mehr bietet Großenwiehe einen bunten Strauß an Möglichkeiten, Gemeinschaft zu leben.
Weitere Events wie Sportturniere, die HGV-Messe und auch Angebote wie das gemeinsame BINGO-Schauen im Dörpshuus oder die vielen Veranstaltungen, die von Unternehmern und Privaten für die Öffentlichkeit angeboten werden, bieten für alle die Möglichkeit, unser lebendiges Dorf zu erleben.
Wir haben es gemeinsam geschafft, wieder ein lebendiges Dorf zu werden, und jeder einzelne von euch trägt seinen Teil dazu bei.
Ich freue mich besonders, dass es mehr und mehr Bürgerinnen und Bürger gibt, die motiviert sind, in eigenständigen Arbeitsgruppen aktiv zu werden. Beispiele wie die Naturgruppe oder auch unsere Jugendlichen, die sich gerne einbringen, sind gute Entwicklungen. Die Bereitschaft zur Freiwilligkeit steigt, und das wird uns als Dorf für die Zukunft noch mehr stärken.
Großenwiehe ist Gemeinschaft. Wir als Gemeinderat wollen diesen Prozess unterstützen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Teilhabe garantiert ist. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass unser Einsatz im Sozialausschuss nachhaltige Früchte trägt, und wir sind offen für neue Ideen und konstruktive Vorschläge, um noch besser zu werden.
Aber auch unsere anderen Ausschüsse haben tolle Resultate auf den Weg gebracht, die unsere Gemeinschaft stärken.
Unsere Infrastruktur – die Straßen, die Entwässerung, die technische Infrastruktur usw. – hat in diesem Jahr einen guten Schritt nach vorne gemacht. Es wurden neue Straßenbeläge erstellt, viele Versorgungsleitungen erneuert, Straßenentwässerungen saniert und auch unsere eigenen Liegenschaften haben teilweise grundlegende Reparaturen erhalten.
Diese Investitionen sind wichtig für unsere Zukunft, und wir haben erkannt, dass es trotz angespannter Finanzsituation notwendig ist, Großenwiehe zukunftsfest zu machen.
Auch hier sind wir als Gemeinde auf einem guten Weg. Wir investieren in unsere Zukunft und werden auch zukünftig die Aufgaben mit Blick auf die Nachhaltigkeit weiterverfolgen.
Auch unsere Ausschüsse für die internen Bereiche waren sehr effektiv.
Für viele Entscheidungen brauchen wir rechtlich gute Rahmenbedingungen. Um ein gutes Miteinander in der Gemeinde zu gewährleisten, sind die Anpassung und Ausarbeitung von Satzungen ein wichtiger Bestandteil. Auch die Personalplanung und -führung sind ein wichtiger Teil, um die anfallenden Aufgaben in einer Gemeinde gut abzuarbeiten. Hier haben wir in diesem Jahr viele gute Entscheidungen getroffen, die Großenwiehe als guten Arbeitgeber voranbringen und uns in Zeiten veränderter Rechtsansprüche absichern, damit politische Beschlussvorgänge „sauber“ sind.
Gerade auch diese vielleicht bürokratisch anmutenden Vorgänge sind notwendig für ein gutes und geordnetes Miteinander. Unser Ziel ist es, so wenig wie möglich zu reglementieren, aber so viel wie nötig, und ich glaube, dass wir dort auf einem ausgeglichenen Weg sind.
Auch und gerade das Thema gemeindlicher Haushalt stand in diesem Jahr wieder ganz oben auf der Tagesordnung. Für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde sind intensive Überlegungen und Gespräche geführt worden. Wir haben einen soliden Haushalt von ca. 10 Mio. Euro. Hiervon ist der größte Teil durch Pflichtleistungen gebunden. Darüber hinaus verfügen wir über gute Rücklagen, die uns handlungsfähig machen.
In den kommenden Jahren werden wir allerdings viel Geld brauchen. Das Thema Schule steht hier ganz oben auf der Tagesordnung. Da wir keinerlei verlässliche Erwartungen an finanzielle Unterstützung durch Land und Bund haben und Themen wie Sondervermögen noch „Glaskugelgucken“ sind, müssen wir die Kosten aus dem eigenen Haushalt bedienen. Um Sicherheit zu haben, schauen wir konservativ auf unsere Zahlen und versuchen durch Investitionen und Entscheidungen für die Zukunft, unsere Einnahmenseite zu verbessern. Ziel sollte es sein, auch in Zukunft unter angespannter Belastung freiwillige Leistungen zahlen zu können. Denn es sind genau diese Zahlungen, die unser soziales Miteinander unterstützen – und das ist der wichtigste Teil unserer Gemeinschaft.
Sowohl wir als Gemeinderat als auch unser Finanzausschuss haben hier gute Arbeit geleistet. Einen Gemeindehaushalt mit so großen anstehenden Investitionen nachhaltig aufzustellen, ist eine Königsdisziplin und erfordert auch manchmal harte Entscheidungen. Aber ich bin mir sicher, dass wir es schaffen werden, den Fokus für die gemeindliche Entwicklung nicht zu verlieren. Wir sind ein gutes Team und werden gemeinsam diese Herausforderungen lösen.
Auch im Bereich des Naturschutzes und der Umweltentwicklung haben wir in diesem Jahr viel erreicht. Projekte wie Baumpflanzungen, Blühwiesen, das Anlegen von Trockenhecken, Pflegeschnitte an Knicks und Bäumen, das Entfernen von Riesen-Bärenklau usw. sind hier nur Beispiele. Auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich hat gut funktioniert, und wir können erkennen, dass es wieder viele Gärten gibt, in denen durch kleine Maßnahmen Biodiversität gesichert wird. Dafür möchte ich mich bei allen bedanken, die uns hier unterstützen.
Im kommenden Jahr stehen viele neue Aufgaben auf dem Zettel. Unsere Arbeitsgruppe für die Öffentlichkeitsarbeit hat über die letzten Jahre eine tolle Arbeit geleistet. Durch ihre Arbeit ist Großenwiehe im Kreisgebiet sichtbar geworden. Dies hat auch dazu geführt, dass wir viele gute, in erster Linie lokale Partner gefunden haben, die Lust haben, unsere Gemeinde weiterzuentwickeln. Es gibt tolle Ideen für Wohnbau- und Gewerbeentwicklung, aber – und das macht mich besonders glücklich – auch Ideen zur Entwicklung im Bereich der sozialen Daseinsfürsorge.
Dies sind alles zukunftsorientierte Ideen und Entwicklungen, die die Gemeinde positiv beeinflussen.
Natürlich sind dies „dicke Bretter“ und Entwicklungen, die Zeit brauchen, aber sie sind wichtig für den Standort Großenwiehe, und wir werden diese Ideen im Sinne unserer Gemeinde begleiten und verfolgen.
Es ist nicht selbstverständlich, dass es Menschen gibt, die in unsicheren Zeiten die Motivation besitzen, eine Gemeinde zukunftsfähig zu machen, und deshalb bin ich froh, dass wir durch unsere Öffentlichkeitsarbeit dieses Interesse geweckt haben.
Die Gemeinde Großenwiehe hat in den letzten Monaten viel dafür getan, dass wir uns auf einen sehr positiven Weg gemacht haben.
Mit Spannung wird von außen auf uns geschaut. Das Thema Energiewende und die damit verbundenen Investitionen spielen hier eine große Rolle. Wir haben es geschafft, Großenwiehe auf der Landkarte sichtbarer zu machen und sind für viele Interessierte ansprechender geworden.
Ob es die Rettungswache ist, die Anfang 2027 in Großenwiehe aktiv wird, ob es Investitionen in erneuerbare Energien und die damit verbundene Infrastruktur sind oder auch die Entwicklung von Wohnraum und Gewerbe – ebenso der Schulbau, das Thema Hotel usw. – dies sind alles Entwicklungen, die sich äußerst positiv auf unsere Gemeinde auswirken können. Deshalb ist es wichtig, intensiv an diesen Themen zu arbeiten.
Auch im Bereich unserer Feuerwehren wird es Anfang des kommenden Jahres positive Veränderungen geben, die unter dem Strich für uns alle gut sein werden.
Wir haben viel geschafft, aber der Weg ist noch weit, und zukünftige Entwicklungen sind bereits jetzt in der „Pipeline“.
Manchmal muss man sich selbst zwicken, um zu erkennen, was wir gemeinsam auf den Weg gebracht haben.
Natürlich gibt es laufend Herausforderungen, die gelöst werden müssen, aber auch hier sind wir gut aufgestellt.
Mit Hilfe von euch, unseren Bürgerinnen und Bürgern, können wir auch zukünftig daran arbeiten, unsere Gemeinde noch lebenswerter zu machen.
Es ist schön zu sehen, dass Menschen, die von außen auf uns blicken, so positiv erstaunt sind und unsere Gemeinde als liebenswert erachten. Die positive Berichterstattung in der Presse in diesem Jahr zeigt, dass wir eine tolle Außenwirkung haben.
Großenwiehe hat viel Potenzial. Wir haben tolle Menschen in der Gemeinde, und wir sind bereit für nachhaltige Entwicklung. Das Engagement in unserer Gemeinde hat Vorbildcharakter.
Die Entwicklung unserer Gemeinde ist Teamarbeit. Wir alle tragen unseren Beitrag dazu bei, und ich bin stolz auf das, was wir bis dato gemeinsam geschafft haben.
Ich möchte mich bedanken und euch allen einen schönen Übergang in das neue Jahr wünschen. Ich hoffe, dass wir auch im neuen Jahr diese positive Entwicklung fortsetzen können.
Politik ist oft ein Marathon, Entscheidungen hängen von vielen Faktoren ab. Unsere Aufgabe ist es, am Ball zu bleiben und Herausforderungen zu Chancen zu entwickeln. Mit eurer Hilfe sind wir dabei auf einem guten Weg.
Von unseren Bürgerinnen und Bürgern wünschen wir uns, dass sie auch zukünftig mit Ideen, Kritik und Veränderungswünschen auf uns zukommen. Wir werden all diese Dinge bearbeiten, denn Ziel sollte es sein, dass Großenwiehe ein Dorf ist, in dem alle ihren Platz haben und wir gemeinsam das Beste für uns alle entwickeln.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.





